Die Ansätze 2026 (CHF pro Kind und Monat)
| Kanton | Kinderzulage | Ausbildungszulage |
|---|---|---|
| Aargau | 225 | 278 |
| Appenzell Ausserrhoden | 230 | 280 |
| Appenzell Innerrhoden | 245 | 298 |
| Basel-Landschaft | 215 | 268 |
| Basel-Stadt | 275 | 325 |
| Bern | 250 | 310 |
| Freiburg | 265 | 325 |
| Genf | 311 | 415 |
| Glarus | 215 | 268 |
| Graubünden | 240 | 290 |
| Jura | 275 | 325 |
| Luzern | 215 | 268 |
| Neuenburg | 240 | 320 |
| Nidwalden | 258 | 311 |
| Obwalden | 220 | 270 |
| Schaffhausen | 230 | 290 |
| Schwyz | 230 | 280 |
| Solothurn | 215 | 268 |
| St. Gallen | 245 | 298 |
| Tessin | 215 | 268 |
| Thurgau | 215 | 280 |
| Uri | 240 | 290 |
| Waadt | 322 | 425 |
| Wallis | 327 | 477 |
| Zug | 330 | 330 |
| Zürich | 215 | 268 |
Quelle: BSV-Tabelle «Arten und Ansätze der Familienzulagen», Stand 1.1.2026. Mehrere Kantone kennen zusätzlich Geburts- und Adoptionszulagen sowie höhere Ansätze ab dem dritten Kind (u. a. VS, VD, GE, FR, JU) – massgebend ist die BSV-Tabelle bzw. das kantonale Recht.
Die Spielregeln
- Anspruch: Kinderzulage bis zum 16. Geburtstag, danach Ausbildungszulage bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens bis 25 (Art. 3 FamZG). Pro Kind wird nur eine Zulage ausgerichtet – bei zwei erwerbstätigen Elternteilen gilt die gesetzliche Anspruchsreihenfolge.
- Welcher Kanton zählt? Der Kanton der Zweigniederlassung bzw. des Sitzes, dem der Betrieb per Familienausgleichskasse angeschlossen ist – nicht der Wohnort der Mitarbeitenden. Ein Zürcher Betrieb zahlt Zürcher Ansätze, auch wenn der Monteur im Aargau wohnt.
- Auszahlung mit dem Lohn: Der Arbeitgeber richtet die Zulagen monatlich mit dem Lohn aus und rechnet sie mit seiner FAK ab. Die Zulagen sind AHV-frei, aber steuerbares Einkommen der Mitarbeitenden.
- Finanzierung allein durch den Arbeitgeber: je nach Kanton und Kasse rund 1–2,5 % der AHV-Lohnsumme – einer der Posten in den Arbeitgeber-Lohnkosten. Nur im Wallis leisten auch die Arbeitnehmenden einen kleinen Beitrag.
- Teilzeit/Stundenlohn: Ab einem AHV-pflichtigen Jahreslohn von CHF 9’270 (2026: massgebender Mindestlohn nach FamZG) besteht voller Anspruch – auch für Stundenlöhner auf dem Bau.
Praxis für Baubetriebe
- Zulagen nie «brutto einrechnen»: Sie laufen ausserhalb des GAV-Lohns und dürfen nicht an Mindestlöhne angerechnet werden.
- Anspruchsbeginn/-ende überwachen: 16. und 25. Geburtstag sowie Lehrabschluss der Kinder sauber terminieren – FAK-Revisionen fordern zu viel bezahlte Zulagen zurück.
- Kantonswechsel des Betriebs (Umzug, neue Filiale) ändert die Ansätze – Lohnsystem nachführen.
- Die Ansätze je Kanton stehen auch auf den Kanton-Seiten dieses Wissensbereichs, inklusive FAK-Links der Ämter.

