Boiler Wartung Checkliste Sanitär — Service-Intervalle & Kosten 2026
Vollständige Boiler-Wartungs-Checkliste für Sanitärbetriebe: Intervalle, Kontrollpunkte, Kosten und wie Sie Wartungsverträge profitabel gestalten.

Boiler-Wartung — Warum sie oft vernachlässigt wird
Viele Hauseigentümer denken kaum an ihren Boiler, solange heisses Wasser fliesst. Für Sanitärbetriebe ist genau das eine Chance: Wer systematische Boiler-Wartungen anbietet, schafft planbare Einnahmen und starke Kundenbindung.
Key Takeaways
- Eine professionelle Boiler-Wartung umfasst mindestens 8 Kontrollpunkte: Anode, Dichtungen, Sicherheitsventil, Betriebsdruck, Legionellen-Schutztemperatur, Elektrik, Korrosionsschutz und Anschlüsse.
- Service-Intervalle variieren nach Typ: Durchlauferhitzer jährlich, Warmwasserspeicher alle 1–2 Jahre, Wärmepumpen-Boiler halbjährlich bis jährlich.
- Eine Wartung kostet den Kunden CHF 150–350 je nach Gerät und Aufwand — und zahlt sich durch verlängerte Lebensdauer und Vermeidung von Notfällen aus.
- Wartungsverträge mit Pauschale bringen Sanitärbetrieben planbare Einnahmen: CHF 180–280/Jahr pro Objekt, mit minimalem Administrationsaufwand.
- Der beste Zeitpunkt, um einen Wartungsvertrag anzubieten: direkt nach der Installation oder nach einem Notfall-Einsatz.
Was bei einer Boiler-Wartung geprüft wird
1. Magnesium-Schutzanode (nur Warmwasserspeicher)
Die Schutzanode schützt den Behälter vor Korrosion. Sie löst sich mit der Zeit auf und muss regelmässig kontrolliert und bei Bedarf ersetzt werden.
- Intervall: Jährlich prüfen
- Austausch: Alle 2–4 Jahre (je nach Wasserhärte)
- Kosten Material: CHF 30–80
- Arbeitszeit: ca. 30 Min.
Achtung bei hartem Wasser: In Regionen mit hoher Wasserhärte (z.B. Mittelland) löst sich die Anode schneller auf. Hier lohnen sich kürzere Kontrollintervalle.
2. Betriebsdruck prüfen
Der Betriebsdruck eines Warmwasserspeichers sollte im Normalbereich (typisch 3–6 bar) liegen. Zu hoher Druck belastet Dichtungen und erhöht Ausfallrisiko.
- Manometer ablesen und mit Herstellerangaben vergleichen
- Ausdehnungsgefäss prüfen (Vordruckventil)
- Druckminderer kontrollieren
3. Sicherheitsventil testen
Das Sicherheitsventil ist die wichtigste Sicherheitskomponente. Es muss jährlich getestet werden.
- Ventil kurz öffnen — es muss Wasser austreten
- Auf Kalkablagerungen prüfen
- Bei Undichtigkeiten oder Kalkblockierungen: sofortiger Austausch
Rechtlicher Hinweis: Ein defektes Sicherheitsventil ist ein Sicherheitsmangel. Der Betrieb sollte den Kunden dokumentiert auf Mängel hinweisen und die Empfehlung schriftlich festhalten.
4. Legionellen-Schutztemperatur
Warmwasserspeicher müssen regelmässig auf mindestens 60 °C aufgeheizt werden, um Legionellen-Wachstum zu verhindern. In gewerblichen Anlagen ist eine thermische Desinfektion Pflicht.
- Temperatur am Gerät kontrollieren
- Bei Geräten mit Zeitschaltuhr: Einstellung dokumentieren
- In grösseren Anlagen: Temperatur-Protokoll erstellen
5. Elektrik und Steuerung
- Kabelverbindungen auf Korrosion und festen Sitz prüfen
- Steuerung und Thermostat testen
- Heizstab-Widerstand messen (bei elektrischen Boilern)
- Erdung kontrollieren
6. Wärmedämmung und Aussenanschlüsse
- Isolierung auf Beschädigungen prüfen
- Anschlüsse auf Undichtigkeiten kontrollieren
- Absperrventile auf Leichtgängigkeit testen
7. Kalkablagerungen im Behälter
Bei hartem Wasser bilden sich im Boiler Kalkablagerungen, die die Effizienz reduzieren und Korrosion fördern.
- Sichtprüfung der Heizfläche (bei geöffnetem Gerät)
- Empfehlung: Entkalkung oder Entkalkungsanlage bei starkem Befall
8. Gesamtfunktion und Komfortkontrolle
- Aufheizzeit messen und mit Sollwert vergleichen
- Warmwassertemperatur am Entnahmehahn messen
- Geräusche und Vibrationen beurteilen
Boiler-Wartungs-Checkliste (Vorlage)
BOILER-WARTUNG — SERVICEPROTOKOLL
=====================================
Objekt: _______________________
Datum: _______________
Techniker: ___________________
Gerätetyp: ___________________
Baujahr / Seriennummer: _______PRÜFPUNKTE:
[ ] Schutzanode geprüft Zustand: ___
[ ] Betriebsdruck geprüft Wert: ___ bar
[ ] Sicherheitsventil getestet OK / Defekt
[ ] Legionellen-Temp. geprüft Wert: ___ °C
[ ] Elektrik geprüft OK / Mängel
[ ] Anschlüsse geprüft OK / Undicht
[ ] Kalkablagerungen Keine / Leicht / Stark
[ ] Gesamtfunktion OK Ja / NeinMÄNGEL / EMPFEHLUNGEN:
_________________________________NÄCHSTER SERVICE: ________________
UNTERSCHRIFT TECHNIKER: __________
Service-Intervalle nach Gerätetyp
Elektrischer Durchlauferhitzer
- Service-Intervall: Jährlich
- Prüfpunkte: Heizstab, Thermostat, Sicherheitseinrichtung, Kalkablagerungen
- Durchschnittliche Servicezeit: 30–45 Min.
- Kosten: CHF 150–200
Warmwasserspeicher (elektrisch oder Solar)
- Service-Intervall: Alle 1–2 Jahre
- Prüfpunkte: Alle 8 oben genannten
- Durchschnittliche Servicezeit: 45–75 Min.
- Kosten: CHF 180–280
Wärmepumpen-Boiler
- Service-Intervall: Halbjährlich (Filter) + Jährlich (vollständig)
- Prüfpunkte: Zusätzlich Kältemittelkreislauf, Filter, Lüfter
- Durchschnittliche Servicezeit: 60–90 Min.
- Kosten: CHF 220–350
Kombianlagen (Heizung + Warmwasser)
- Service-Intervall: Jährlich (koordiniert mit Heizungs-Service)
- Kosten: CHF 280–400 (inkl. Heizungs-Check)
Wartungsverträge kalkulieren und anbieten
Warum Wartungsverträge?
Für Sanitärbetriebe bieten Wartungsverträge klare Vorteile:
- Planbare Einnahmen: Monatlich oder jährlich wiederkehrend
- Auslastungs-Steuerung: Wartungen in schwachen Wochen einschieben
- Kundenbindung: Kunden im Wartungsvertrag empfehlen Sie weiter
- Folgeaufträge: Mängel bei der Wartung = Reparaturaufträge
Kalkulation Wartungsvertrag
Beispiel: Einfamilienhaus mit Warmwasserspeicher 300L
- Jahres-Wartung (Materialkosten + 1h Arbeit): CHF 220
- Administrationsaufwand (Terminplanung, Bericht): CHF 30
- Selbstkosten: CHF 250
Angebotspreis Wartungsvertrag: CHF 280–320/Jahr
Das entspricht einer Marge von 12–28 % — und der Vertrag läuft über mehrere Jahre.
Pricing-Tipp
Bieten Sie zwei Varianten an:
- Basic: Jährliche Wartung CHF 280/Jahr
- Komfort: Halbjährliche Kontrolle + Priority-Notdienst CHF 450/Jahr
Häufige Mängel und Fehler bei Boiler-Wartungen
Auch erfahrenen Sanitärinstallateuren unterlaufen bei der Boiler-Wartung immer wieder dieselben Fehler — oft aus Zeitdruck oder weil bestimmte Punkte schlicht übersehen werden. Die folgende Tabelle zeigt die fünf häufigsten Mängel, die bei Schweizer Betrieben in der Praxis auftreten, und was sie für den Endkunden bedeuten.
| Mangel | Häufigkeit | Folgen | Abhilfe |
|---|---|---|---|
| Anode nicht geprüft oder ersetzt | Sehr häufig | Korrosion im Behälter, Leckagen, Totalausfall | Anode jährlich kontrollieren, bei >50% Abbau ersetzen (CHF 80–150 inkl. Arbeit) |
| Sicherheitsventil verkalkt und nicht getestet | Häufig | Überdruck im System, Sicherheitsrisiko, mögliche Sachschäden | Ventil bei jeder Wartung manuell auslösen; bei Defekt sofort tauschen (CHF 60–120) |
| Falscher Betriebsdruck eingestellt | Mittel | Erhöhter Energieverbrauch, vorzeitiger Verschleiss der Dichtungen | Druck gemäss Herstellervorgabe prüfen und justieren (im Rahmen der Wartung inklusive) |
| Thermostat auf unter 60 °C eingestellt (Legionellengefahr) | Häufig bei älteren Anlagen | Legionellenwachstum im Speicher — gesundheitsgefährdend, haftungsrelevant | Temperatur auf mind. 60 °C einstellen; periodische Aufheizung auf 70 °C empfehlen |
| Veralteter oder defekter Heizstab nicht dokumentiert | Mittel | Erhöhter Stromverbrauch, unvollständige Erwärmung | Heizstab auf Kalkansatz und Leistung prüfen; Ersatz CHF 120–220 inkl. Einbau |
Ein strukturiertes Wartungsprotokoll hilft, diese Punkte systematisch abzuhaken und gegenüber dem Kunden lückenlos zu dokumentieren. Gerade bei haftungsrelevanten Themen wie Legionellen ist die schriftliche Nachweispflicht nicht zu unterschätzen.
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Wartungsvertrag vs. Einzelservice — Was ist besser für Kunden?
Eine der häufigsten Fragen, die Sanitärbetriebe von Kunden hören, lautet: "Brauche ich wirklich einen Wartungsvertrag, oder reicht ein gelegentlicher Einzelservice?" Die ehrliche Antwort: Es kommt auf das Gerät und den Nutzungskontext an.
Vergleich aus Kundenperspektive
| Kriterium | Einzelservice | Wartungsvertrag |
|---|---|---|
| Kosten pro Einsatz | CHF 150–350 je nach Aufwand | CHF 90–180/Jahr pauschal (je nach Betrieb) |
| Planbarkeit | Kein fixer Termin, auf Anfrage | Jährlicher Fixtermin, automatisch koordiniert |
| Reaktionszeit im Notfall | Standard-Wartezeit | Priorität vor Laufkundschaft |
| Anfahrtskosten bei Notfall | CHF 130 oder mehr | Oft CHF 0 für Vertragskunden |
| Dokumentation & Gewährleistung | Je nach Betrieb | Lückenlose Wartungshistorie |
| Empfohlen für | Neue Geräte unter 5 Jahren | Geräte ab 5 Jahren, Mehrfamilienhäuser, Gastgewerbe |
Für Kunden, deren Boiler weniger als fünf Jahre alt ist und sich noch in einwandfreiem Zustand befindet, reicht ein Einzelservice alle zwei Jahre in der Regel aus. Bei Geräten ab Jahrgang 2018 oder älter steigt die Wahrscheinlichkeit von Verschleissschäden, und ein Wartungsvertrag schützt den Kunden vor unerwarteten Reparaturkosten.
Ein Sonderfall sind Wärmepumpenboiler: Diese Geräte kombinieren Sanitär- und Elektrotechnik, weshalb der Herstellerservice häufig sowohl einen qualifizierten Sanitärmonteur als auch einen konzessionierten Elektriker voraussetzt. Wer hier nur einen Fachbereich abdeckt, verliert möglicherweise die Herstellergarantie.
> Tipp für Ihren Betrieb: Wartungsvertrag-Kunden geniessen im Notfall automatisch Priorität — und das zu attraktiven Konditionen. Statt der üblichen Anfahrtspauschale von CHF 130 bei Einzelkunden fallen für Vertragskunden häufig keine Anfahrtskosten an. Das ist ein konkretes, greifbares Argument, das Sie dem Kunden direkt beim Abschluss nennen können: "Im Notfall sind Sie als Vertragskunde zuerst dran — und die Anfahrt kostet Sie nichts."
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FAQ: Boiler-Wartung
Frage: Wer darf einen Boiler warten — muss es ein Profi sein?
Grundsätzlich ja. Sobald elektrische Komponenten — wie Heizstab, Thermostat oder Steuereinheit — geprüft oder ausgetauscht werden, ist ein konzessionierter Elektriker oder ein Sanitärmonteur mit entsprechender Qualifikation zwingend erforderlich. Für den sanitären Teil gilt die SVGW-Richtlinie W3 als massgebende Grundlage in der Schweiz. Sie regelt Anforderungen an Trinkwasseranlagen und damit auch an die Warmwasseraufbereitung. Ein Laie darf zwar Aussenreinigungen vornehmen, aber sobald Druckprüfungen, Ventilfunktionstests oder Elektrokontrolle ins Spiel kommen, ist der Fachmann gefragt — auch haftungsrechtlich.
Frage: Wie lange dauert eine Boiler-Wartung?
Das hängt vom Gerätetyp ab. Ein Durchlauferhitzer ist in der Regel in 30–45 Minuten gewartet. Bei einem klassischen Warmwasserspeicher (Elektroboiler) sollten Sie 45–75 Minuten einplanen — inklusive Anodenprüfung, Drucktest und Protokollierung. Ein Wärmepumpenboiler ist aufwändiger: hier sind realistisch 60–90 Minuten einzurechnen, da sowohl der Kältekreislauf als auch die elektrischen Komponenten einer Kontrolle bedürfen.
Frage: Was kostet eine Boiler-Wartung in der Schweiz?
Als Richtwerte gelten: Ein Standard-Elektroboiler kostet in der Wartung CHF 150–350, abhängig vom Zeitaufwand und allfälligem Materialbedarf (z. B. Anodenwechsel). Für einen Wärmepumpenboiler sind CHF 220–350 üblich, bei Kombi-Anlagen können es CHF 280–400 sein. Hinzu kommen bei Einzeleinsätzen Anfahrtskosten von typischerweise CHF 80–150. Im Wartungsvertrag sind diese oft pauschaliert oder entfallen ganz.
Frage: Wann sollte ein Boiler ersetzt werden?
Als Faustregel gilt: Ein Elektroboiler hat eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10–15 Jahren. Ein Wärmepumpenboiler hält bei korrekter Wartung 15–20 Jahre. Der wirtschaftliche Tipping-Point ist erreicht, wenn die anfallenden Reparaturkosten mehr als 50% des aktuellen Neuwerts des Geräts ausmachen. In diesem Fall lohnt sich die Reparatur selten noch — zumal neuere Geräte deutlich energieeffizienter sind.
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Fazit
Boiler-Wartungen sind für Sanitärbetriebe ein unterschätztes Geschäftsfeld. Mit einer standardisierten Checkliste, klar definierten Intervallen und einem attraktiven Wartungsvertrag-Angebot schaffen Sie planbare Einnahmen und loyale Kunden.
Baunex unterstützt Sie dabei, Wartungsverträge digital zu verwalten, Termine automatisch zu planen und Serviceprotokolle direkt auf der Baustelle zu erfassen — damit kein Wartungstermin mehr vergessen geht. Mehr zum Thema lesen Sie in unserem Artikel Sanitärbetrieb Wartungsverträge digital.
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Boiler-Wartung: Vollständige Profi-Checkliste (20 Punkte)
Eine strukturierte Checkliste ist kein bürokratisches Hilfsmittel — sie ist der Nachweis, den Sie im Streitfall brauchen. Wer Legionellen-Temperatur, Schutzanode und Sicherheitsventil dokumentiert, ist bei haftungsrelevanten Fragen auf der sicheren Seite. Diese 20-Punkte-Checkliste deckt alle Aspekte einer professionellen Boiler-Wartung ab.
| Nr. | Prüfpunkt | Intervall | Norm/Grundlage | Befund |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Gehäuse und Isolierung auf Beschädigungen prüfen | Jährlich | SVGW W3 | OK / Mangel |
| 2 | Aussenanschlüsse auf Undichtigkeiten kontrollieren | Jährlich | SVGW W3 | OK / Undicht |
| 3 | Absperrventile auf Leichtgängigkeit testen | Jährlich | SVGW W3 | OK / Schwergängig |
| 4 | Beschriftungen und Kennzeichnungen lesbar | Jährlich | — | OK / Fehlt |
| 5 | Aufstellbedingungen und Sicherheitsabstände eingehalten | Jährlich | Hersteller | OK / Mangel |
| 6 | Betriebsdruck messen (Sollwert: 3–6 bar) | Jährlich | Hersteller | ___ bar |
| 7 | Sicherheitsventil testen (Wasser muss austreten) | Jährlich | SVGW W3 | OK / Defekt |
| 8 | Legionellenschutz-Temperatur ≥ 60 °C messen | Jährlich | SVGW W3 | ___ °C |
| 9 | Heizstabwiderstand messen (bei Elektroboiler) | Alle 2 Jahre | — | ___ Ω |
| 10 | Aufheizzeit messen und mit Sollwert vergleichen | Alle 2 Jahre | Hersteller | ___ Min. |
| 11 | Schutzanode prüfen (> 50 % Abbau → ersetzen) | Jährlich | SVGW W3 | OK / Wechsel |
| 12 | Kalkablagerungen im Behälter beurteilen | Alle 2 Jahre | — | Keine / Leicht / Stark |
| 13 | Thermostat kalibrieren und Einstellung dokumentieren | Jährlich | Hersteller | ___ °C |
| 14 | Kältemittelkreis prüfen (nur WP-Boiler) | Jährlich | Hersteller | OK / Mangel |
| 15 | Filter und Lüfter reinigen (nur WP-Boiler) | Halbjährlich | Hersteller | OK / Gereinigt |
| 16 | Baujahr und Seriennummer erfasst | Erstservice | — | Ja / Nein |
| 17 | Letzte Wartung nachvollziehbar dokumentiert | Jährlich | OR Art. 371 | Ja / Nein |
| 18 | Mängel dokumentiert und Empfehlung ausgesprochen | Bei Mängeln | OR Art. 371 | Ja / N/A |
| 19 | Nächsten Servicetermin festgehalten | Jährlich | — | Datum: ___ |
| 20 | Protokoll dem Kunden ausgehändigt | Jährlich | — | Ja / Nein |
Diese Checkliste ist nach SVGW W3 und OR Art. 371 ausgerichtet. Die gesetzliche Gewährleistungspflicht des Installateurs beträgt 5 Jahre — ein lückenloses Wartungsprotokoll schützt den Kunden im Garantiefall und Sie bei allfälligen Haftungsfragen.
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Gewährleistung, Haftung und Wartungspflicht
Gesetzliche Gewährleistung Installateur: 5 Jahre nach OR Art. 371 für handwerkliche Arbeit an der Anlage. Diese Frist beginnt ab Abnahme der Arbeit durch den Kunden.
Herstellergarantie: 2–5 Jahre je nach Marke (Ariston, Bosch, Vaillant, Atlantic, Buderus). Wichtig: Die Herstellergarantie ist an die Einhaltung der vorgeschriebenen Wartungsintervalle geknüpft. Wenn ein Schaden auftritt und keine dokumentierte Wartungshistorie vorhanden ist, kann der Hersteller die Garantieleistung verweigern.
| Situation | Gewährleistung/Garantie | Haftungsträger |
|---|---|---|
| Neue Installation, Fehler nach 1 Jahr | 5 Jahre OR Art. 371 | Installationsbetrieb |
| Gerät defekt wegen fehlendem Service | Garantie erlischt | Eigentümer |
| Legionellen durch < 60 °C Betrieb | Haftungsrisiko für Betrieb | Betrieb wenn nicht protokolliert |
| Kalkschaden wegen fehlender Entkalkung | Garantieausschluss möglich | Eigentümer |
Praktische Konsequenz: Das Wartungsprotokoll ist das Beweismittel für beide Seiten. Erstellen Sie es dreifach: Exemplar für den Kunden, Exemplar im Betrieb, digitale Archivierung. Bei Legionellen-Vorfällen ist die Dokumentation der Thermostat-Einstellung haftungsrelevant: Wer die Temperatur auf < 60 °C dokumentiert protokolliert hat, zeigt, dass er seiner Hinweispflicht nachgekommen ist.
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Wartungsvertrag aufsetzen — Musterklauseln und Preisgestaltung
Ein gut strukturierter Wartungsvertrag schafft Planungssicherheit für den Kunden und planbare Einnahmen für Ihren Betrieb. Diese Punkte gehören in jeden Vertrag: Leistungsumfang (was wird gewartet), Intervall (jährlich, halbjährlich), Preis (Pauschale oder nach Aufwand), Reaktionszeit im Notfall, Ersatzteil-Regelung (inklusive oder exklusive), Laufzeit und Kündigungsfristen.
| Leistung | Basic | Komfort | Premium MFH |
|---|---|---|---|
| Jährliche Vollwartung | ✅ | ✅ | ✅ |
| Halbjährliche Kontrolle | ❌ | ✅ | ✅ |
| Priority-Notdienst | ❌ | ✅ | ✅ |
| Anfahrtskosten bei Notfall | CHF 80–150 | CHF 0 | CHF 0 |
| Protokoll digital | ✅ | ✅ | ✅ |
| Preis/Jahr | CHF 180–220 | CHF 280–380 | ab CHF 150/Gerät |
Bestes Verkaufsargument für Wartungsverträge: Stellen Sie den konkreten Vorteil in den Vordergrund: "Ihr Boiler ist heute 7 Jahre alt. Das statistische Ausfallrisiko verdoppelt sich in den nächsten 5 Jahren. Mit dem Komfort-Vertrag haben Sie Priority-Notdienst ohne Anfahrtskosten — und eine lückenlose Wartungshistorie für den Garantiefall."
Wann ansprechen: Nach der Installation, nach einem Notfalleinsatz und nach dem ersten Serviceeinsatz bei einem Neukunden. Halten Sie für Ihre Monteure ein einfaches Formular bereit, das direkt vor Ort ausgefüllt werden kann — digital oder auf Papier. Wer den Abschluss noch am selben Abend dokumentiert, verliert keinen Vertrag durch späteres Nachfassen.
Weiterführende Artikel: Wärmepumpe Installation Kosten Schweiz — Boiler-Grössen-Rechner — Sanitär Stundensatz 2026
Baunex für Sanitärbetriebe
Wartungsverträge, Badprojekte, Notdienst — mit Baunex haben Sanitärbetriebe alles im Griff. Digitale Rapporte, automatische Rechnungen und Tourenplanung.
- Wartungsverträge mit automatischen Erinnerungen
- Digitale Checklisten für Wartungen
- Projekt- und Gewerkekoordination
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Häufige Fragen
Was kostet eine Boiler-Wartung in der Schweiz?
Ein Standard-Elektroboiler kostet in der Wartung CHF 150–280, ein Wärmepumpenboiler CHF 220–350. Kombi-Anlagen (Heizung + Warmwasser) CHF 280–400. Hinzu kommen bei Einzeleinsätzen Anfahrtskosten von CHF 80–150; im Wartungsvertrag entfallen diese oft.
Wie oft muss ein Boiler gewartet werden?
Elektrische Durchlauferhitzer: jährlich. Warmwasserspeicher: alle 1–2 Jahre. Wärmepumpenboiler: halbjährliche Filterkontrolle plus jährliche Vollwartung. Kombi-Anlagen werden koordiniert mit dem Heizungs-Service jährlich gewartet.
Wer darf einen Boiler warten?
Sobald elektrische Komponenten (Heizstab, Thermostat, Steuereinheit) geprüft oder getauscht werden, ist ein konzessionierter Elektriker oder ein qualifizierter Sanitärmonteur gemäss SVGW W3 zwingend erforderlich. Laien dürfen nur Aussenreinigungen vornehmen.
Lohnt sich ein Boiler-Wartungsvertrag?
Ja — besonders für Geräte ab 5 Jahren. Ein Wartungsvertrag (CHF 180–320/Jahr) enthält neben dem Service oft Priority-Notdienst ohne Anfahrtskosten. Kunden im Vertrag zahlen weniger pro Einsatz und haben eine lückenlose Wartungshistorie für Garantieansprüche.
Wann sollte ein Boiler ersetzt werden?
Ein Elektroboiler hat eine wirtschaftliche Lebensdauer von 10–15 Jahren, ein Wärmepumpenboiler von 15–20 Jahren. Der Tipping-Point: wenn Reparaturkosten mehr als 50 % des Neuwerts betragen. Neuere Geräte sind zudem deutlich energieeffizienter.

