Kalkulation 18. Mai 2026 8 Min.

Wärmepumpe Installation Kosten Schweiz 2026 — CHF 15'000–45'000

Was kostet eine Wärmepumpen-Installation in der Schweiz? Kosten-Überblick, Förderbeiträge, Kalkulations-Tipps für Sanitär- und HLKS-Betriebe.

Wärmepumpe Installation Kosten Schweiz 2026 — CHF 15'000–45'000


Wärmepumpe in der Schweiz — Der Markt boomt

Wärmepumpen sind das Heizungssystem der Stunde: Förderprogramme, steigende Energiepreise und der Fokus auf Dekarbonisierung treiben die Nachfrage stark an. Für Sanitär- und HLKS-Betriebe ist das eine grosse Chance — aber auch ein komplexes Geschäft mit hohen Anforderungen an Planung und Kalkulation.

Key Takeaways

  • Eine Wärmepumpen-Installation in der Schweiz kostet je nach Typ CHF 15'000–45'000 (inkl. Gerät, Montage, Erschliessung).
  • Die drei Haupttypen: Luft-Wasser (günstigste Installation), Sole-Wasser/Erdwärme (beste Effizienz), Wasser-Wasser (höchste Leistung, selten).
  • Förderbeiträge von Kanton und Bund (Gebäudeprogramm) können 20–40 % der Installationskosten decken.
  • HLKS-Betriebe müssen Planung, Erschliessung und Subunternehmer (Erdbohrung, Elektriker) sorgfältig koordinieren.
  • Wer WP-Installationen in Baunex kalkuliert, kann Subunternehmer-Kosten, Förderabzüge und Projektrechnungen transparent abbilden.

Marktüberblick: Die drei Wärmepumpen-Typen

1. Luft-Wasser-Wärmepumpe (LW-WP)

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der Standardfall: Sie entzieht der Aussenluft Wärme und gibt sie über das Heizsystem an den Raum ab.

Vorteile:

  • Günstigste Installation (keine Erdbohrung)
  • Überall installierbar
  • Schnelle Montage

Nachteile:

  • Geringerer COP (Wirkungsgrad) bei tiefen Temperaturen
  • Betriebsgeräusch beachten (Abstand zu Nachbarn)
  • Strombedarf steigt im Winter

Einsatzbereich: EFH, MFH bis mittlere Grösse, Sanierungen und Neubauten.

2. Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)

Die Sole-Wasser-WP nutzt die konstante Erdwärme über Erdkollektoren (Fläche) oder Erdsonden (Bohrung).

Vorteile:

  • Höchster COP (4.0–5.0 saisonal)
  • Stabile Leistung unabhängig von Aussentemperatur
  • Lautlos im Betrieb

Nachteile:

  • Erdbohrung kostspielig (CHF 5'000–15'000+)
  • Bewilligung für Erdsonde nötig
  • Längere Planungszeit

Einsatzbereich: Neubau, grössere Sanierungen, wo Platz für Bohrung vorhanden ist.

3. Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Seltenste Variante: Nutzt Grundwasser als Wärmequelle.

  • Hohe Leistung, sehr effizienter Betrieb
  • Aufwändige Bewilligung und Erschliessung
  • Selten bei privaten EFH, eher gewerblich

Vollständige Kostenübersicht nach Typ 2026

Luft-Wasser-Wärmepumpe

KostenpositionGünstigMittelPremium
Gerät (8–12 kW)CHF 6'000CHF 9'000CHF 14'000
Inneneinheit/HydraulikCHF 1'500CHF 2'500CHF 4'000
Montage Sanitär/HLKSCHF 3'000CHF 4'500CHF 6'000
ElektroinstallationCHF 1'500CHF 2'000CHF 3'000
InbetriebnahmeCHF 500CHF 800CHF 1'200
TotalCHF 12'500CHF 18'800CHF 28'200


Typische Gesamtkosten LW-WP: CHF 15'000–25'000 (EFH, 160 m²)

Sole-Wasser-Wärmepumpe (mit Erdsonde)

KostenpositionGünstigMittelPremium
Gerät (8–12 kW)CHF 7'000CHF 11'000CHF 16'000
Erdbohrung (150m)CHF 7'500CHF 10'000CHF 14'000
Hydraulik/VerteilerCHF 2'000CHF 3'000CHF 5'000
MontageCHF 3'500CHF 5'000CHF 7'500
ElektroinstallationCHF 2'000CHF 2'500CHF 3'500
TotalCHF 22'000CHF 31'500CHF 46'000


Typische Gesamtkosten Erdwärme: CHF 25'000–40'000 (EFH)

Faustregel für die Kalkulation

  • Luft-Wasser: CHF 1'000–1'800 pro kW installierter Heizleistung
  • Sole-Wasser: CHF 2'000–3'500 pro kW installierter Heizleistung

Förderbeiträge Kantone und Bund 2026

Das Gebäudeprogramm (gebäudeprogramm.ch)

Das Nationale Gebäudeprogramm ist die wichtigste Förderquelle für Wärmepumpen-Installationen in der Schweiz.

Typische Förderbeträge (Bund + Kanton):

TypFörderung
Luft-Wasser, EFH Ersatz ÖlheizungCHF 4'500–8'000
Sole-Wasser, EFH Ersatz ÖlheizungCHF 6'000–12'000
Luft-Wasser, MFHCHF 7'000–18'000


Wichtig: Die Höhe der Förderung variiert stark nach Kanton. Einige Kantone (z.B. Zürich, Bern) haben eigene Zusatzprogramme.

Weitere Förderprogramme

  • EVU-Förderprogramme: Lokale Energieversorgungsunternehmen zahlen Boni für effiziente WP (CHF 500–3'000)
  • Wohnbauförderung: Je nach Kanton gibt es Zusatzförderung für Eigenheimbesitzer
  • MWST-Reduktion: WP-Installationen profitieren vom reduzierten MWST-Satz für energetische Sanierungen (3.8 %)

Wie zeigen Sie dem Kunden den Nettopreis?

Viele Kunden schauen auf den Nettopreis nach Förderung. Als HLKS-Betrieb sollten Sie:

  • Bruttopreis transparent zeigen
  • Förderbeiträge separat ausweisen
  • Nettopreis als "Investition nach Förderung" kommunizieren

Beispiel Offerte LW-WP:

  • Gesamtkosten: CHF 19'500
  • Geschätzte Förderung (Bund + Kanton ZH): CHF 6'500
  • Nettokosten für Kunden: CHF 13'000

Kalkulations-Hinweise für HLKS-Betriebe

Planung und Vorbereitung

Wärmepumpen-Projekte erfordern mehr Vorlaufzeit als klassische Sanitärarbeiten:

  • Heizlastberechnung nach SIA 384 (notwendig für Gerätesizing)
  • Schallschutzanalyse bei Luft-Wasser-WP (Abstände zu Nachbarn, Gemeinde)
  • Bewilligung für Erdsondenbohrungen (Kantonsgeologie)
  • Koordination mit Elektriker, Erdbau, evtl. Architekt

Kalkulieren Sie Planungszeit ein: 4–8 Stunden für Aufmass, Heizlastberechnung und Offerte.

Subunternehmer koordinieren

Bei Erdwärme-Projekten sind typischerweise beteiligt:

  • Erdbohrunternehmen (für Erdsonden)
  • Elektriker (Anschluss, Steuerung, Tarif-Zähler)
  • Evtl. Bauunternehmer (Estrich öffnen, Leitungen legen)

Risiko: Subunternehmer-Kosten sind schwer vorherzusagen. Bieten Sie entweder Pauschalen mit Puffer an oder stellen Sie Subunternehmer-Rechnungen als Weiterfakturierung dar.

Risiken in der Kalkulation

  • Überraschungen beim Aufbruch: Alte Leitungen, Asbest, unbekannte Rohrsysteme
  • Geräteverfügbarkeit: Lieferverzögerungen bei WP-Geräten möglich (4–12 Wochen)
  • Förderantrag-Timing: Förderantrag muss vor Baubeginn gestellt werden

Offerten-Checkliste WP-Projekt

Was gehört in eine vollständige WP-Offerte?

  • Geräte-Spezifikation (Typ, Hersteller, Leistung)
  • Hydraulik-Schema (Heizkreise, Speicher, Puffer)
  • Elektro-Anforderungen (separat oder als Auftrag)
  • Erschliessungsarbeiten (Erdbohrung, Leitungen)
  • Inbetriebnahme und Einregulierung
  • Übergabeprotokoll und Einweisung
  • Förderantrags-Unterstützung (als Service)
  • Wartungsvertrag (als Option)

Mit Baunex können Sie WP-Offerten mit allen Positionen strukturiert erstellen, Subunternehmer-Kosten transparent einbauen und Förderbeiträge als Abzugsposition abbilden.

Wartungsvertrag nach WP-Einbau

Service-Intervalle Wärmepumpe

  • Halbjährlich: Filterkontrolle (LW-WP), Betriebsdruck Sole-Kreis
  • Jährlich: Vollständige Wartung inkl. Kältemittelkreislauf (nur Fachbetrieb), Effizienzprüfung, Protokoll
  • Alle 5 Jahre: Sole-Kreislauf prüfen und evtl. auffüllen (Erdwärme)

Wartungsvertrag-Angebot WP

LW-WP Wartungspaket: CHF 280–380/Jahr
Erdwärme Wartungspaket: CHF 350–480/Jahr

Mit einem WP-Wartungsvertrag sichern Sie sich Einnahmen über die gesamte Lebensdauer der Anlage (15–20 Jahre).

ROI für den Kunden

Der Return on Investment einer Wärmepumpe ist für viele Haushalte überzeugend:

  • Betriebskostenersparnis gegenüber Ölheizung: CHF 1'200–2'500/Jahr
  • Amortisationsdauer nach Förderung: 7–12 Jahre
  • Lebensdauer WP: 15–20 Jahre

Diese Zahlen sind starke Verkaufsargumente — nutzen Sie sie in Ihrer Kundenberatung.

FAQ: Wärmepumpe Installation Schweiz

Welche Wärmepumpe ist die beste für ein Einfamilienhaus?
In den meisten Fällen ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die beste Wahl für ein EFH: günstigere Installation, kein Bewilligungsverfahren für Bohrungen und schnelle Umsetzung. Bei sehr hohen Effizienzanforderungen oder Neubau ist eine Erdwärme-WP die bessere Langzeitlösung.

Wie lange dauert eine WP-Installation?
Eine LW-WP ist in 2–4 Werktagen betriebsbereit (Montage, Elektro, Inbetriebnahme). Erdwärme-Projekte benötigen 2–4 Wochen (inkl. Bohrung, Aushärtezeit Verpressung).

Welche Förderbeiträge gibt es in meinem Kanton?
Die aktuellen Förderbeiträge finden Sie auf gebäudeprogramm.ch. Als HLKS-Betrieb sollten Sie die Förderantragsstellung als Service anbieten — das erhöht die Kundenzufriedenheit erheblich.

Kann ich eine Wärmepumpe in einem alten Haus einbauen?
Ja, aber es braucht oft zusätzliche Massnahmen: Heizkörper gegen Niedertemperatur-Radiatoren oder Fussbodenheizung tauschen, Dämmung verbessern. Eine Heizlastberechnung zeigt, ob die WP direkt passt.

Braucht eine Wärmepumpe eine Bewilligung?
Luft-Wasser-WP: In den meisten Kantonen baubewilligungsfrei (aber meldepflichtig und Schallschutz beachten). Erdsondenbohrungen: Kantonale Bewilligung nötig (Kantonsgeologie, Hydrogeologie).

Hydraulischer Abgleich: Pflicht beim Wärmepumpen-Einbau

Wer eine Wärmepumpe einbaut, denkt zuerst an das Gerät, die Erdsondenbohrung oder die Ausseneinheit. Der hydraulische Abgleich des Heizkreises gerät dabei häufig in den Hintergrund — ein teurer Fehler.

Was ist der hydraulische Abgleich?

Beim hydraulischen Abgleich wird der Wasserdurchfluss in jedem einzelnen Heizkörper oder jeder Fussbodenheizungszone so eingestellt, dass genau die Wärmemenge ankommt, die für den jeweiligen Raum berechnet wurde. Ohne diesen Abgleich fliesst das warme Heizwasser bevorzugt in die hydraulisch günstigsten Kreise — die nächstgelegenen Heizkörper — während entferntere Räume auskühlen.

Warum ist der Abgleich bei Wärmepumpen besonders wichtig?

Eine Öl- oder Gasheizung liefert Vorlauftemperaturen von 70–80 °C und kann Ungleichmässigkeiten durch schiere Hitze überdecken. Eine Wärmepumpe arbeitet hingegen mit Vorlauftemperaturen von typisch 35–55 °C. Jeder Kelvin zu viel kostet Strom: Pro 1 K mehr Vorlauftemperatur sinkt der COP (Coefficient of Performance) um rund 2.5%. Ist der Heizkreis nicht abgeglichen, muss die WP die Vorlauftemperatur erhöhen — und verliert dabei genau den Effizienzvorsprung, den der Kunde bezahlt hat.

Förderantrag ohne hydraulischen Abgleich? Geht nicht.

Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen sowie die meisten kommunalen Förderprogramme verlangen den Nachweis des hydraulischen Abgleichs als Bedingung für die Auszahlung der Förderbeiträge. Wer das nicht von Anfang an einplant, riskiert die Ablehnung des Schlussberichts. Der Nachweis erfolgt durch ein Protokoll mit den eingestellten Ventilpositionen und den gemessenen Durchflussmengen pro Heizkreis.

Was kostet der hydraulische Abgleich?

Je nach Anlage und Anzahl der Heizkörper oder Heizkreise rechnen HLKS-Betriebe mit einem Aufwand von 1–3 Stunden. Die Kosten liegen erfahrungsgemäss zwischen CHF 500 und CHF 1'500 — gemessen am Gesamtprojektvolumen einer WP-Installation (typisch CHF 20'000–40'000) ein kleiner Betrag.

Praxistipp für die Offertstellung: Führen Sie den hydraulischen Abgleich immer als eigene Position in der WP-Offerte auf: "Hydraulischer Abgleich Heizkreis gemäss SIA 384, inkl. Protokollierung für Fördernachweis — Pauschale CHF X."

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5 häufige Fehler bei Wärmepumpen-Projekten (und wie man sie vermeidet)

Wärmepumpen-Projekte sind anspruchsvoller als klassische Heizungsersatz-Arbeiten. Diese 5 Fehler begegnen HLKS-Betrieben immer wieder und kosten jedes Mal Zeit, Geld oder beides.

Fehler 1: Heizlastberechnung ohne Vorort-Besichtigung

Die Verlockung ist gross: Der Kunde nennt Wohnfläche und Baujahr, und der Betrieb schätzt die Heizlast am Telefon. Das führt zuverlässig zu falsch dimensionierten Geräten — eine zu kleine WP deckt den Bedarf nicht, eine zu grosse taktet häufig und verschleisst das Kältemittelsystem.

Lösung: Jedes WP-Projekt beginnt mit einer physischen Besichtigung und einer Heizlastberechnung nach SIA 384.201. Das Berechnungsprotokoll gehört in den Projektakt.

Fehler 2: Förderantrag nach Baubeginn stellen

Das Gebäudeprogramm des Bundes und kantonale Förderprogramme verlangen ausnahmslos, dass der Antrag vor Baubeginn gestellt und bewilligt wird. Wer erst installiert und dann beantragt, erhält eine Absage.

Lösung: Der Förderantrag ist der erste Schritt im Projektablauf. Kunden unterschreiben die Offerte erst, nachdem die schriftliche Förderzusage vorliegt.

Fehler 3: Schallschutz nicht berücksichtigt

Luft-Wasser-Wärmepumpen erzeugen im Betrieb typisch 45–60 dB(A) in einem Meter Abstand. Viele Kantone haben Abstandsvorschriften zu Grundstücksgrenzen, Gebäudeöffnungen und benachbarter Wohnbebauung.

Lösung: Standort der Ausseneinheit bereits in der Planungsphase auf kantonale und kommunale Abstandsvorschriften prüfen. Bei unklarer Situation: Schallschutzgutachten (CHF 800–2'000), das deutlich günstiger ist als ein nachträglicher Umbau.

Fehler 4: Hydraulischen Abgleich vergessen

In der Praxis fällt der hydraulische Abgleich häufig durchs Raster, weil er in der Offerte nicht als eigene Position steht und in der Auftragsabwicklung niemandem klar zugeordnet ist.

Lösung: Hydraulischen Abgleich immer als eigene Position in die WP-Offerte aufnehmen (siehe Sektion oben).

Fehler 5: Inbetriebnahme ohne EVU-Koordination

Für den Betrieb einer Wärmepumpe muss beim Netzbetreiber (EVU) eine Zähleranpassung und in vielen Fällen eine Tarifanmeldung für den WP-Nachtstrom vorgenommen werden. Vorlaufzeiten von vier bis sechs Wochen sind üblich.

Lösung: EVU-Anmeldung als dedizierten Meilenstein im Projektplan definieren, idealerweise gleichzeitig mit der Förderantragstellung.

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Digitale Projektverwaltung für Wärmepumpen-Projekte

Ein Wärmepumpen-Projekt erzeugt deutlich mehr Dokumente als ein klassischer Heizungsersatz: Heizlastberechnung, Förderantrag mit Beilagen, AWEL-Bewilligung für Erdsonden, Subunternehmer-Aufträge, Abnahmeprotokoll, Übergabedokument — all das muss nachvollziehbar abgelegt sein.

ProjektschrittPapierablaufDigitaler Ablauf
HeizlastberechnungExcel-Datei, Ausdruck im OrdnerBerechnung im Projektakt hinterlegt
FörderantragPDF ausdrucken, per Post sendenOnline-Upload, digitale Eingangsbestätigung
Subunternehmer-KoordinationTelefon und E-Mail-VerlaufAufgaben und Termine zentral im Projekt
BaustellenprotokollPapierformular, nachher einscannenTablet-Eingabe direkt vor Ort
ÜbergabeUnterschrift auf PapierformularPDF mit Kunden-Unterschrift auf Tablet
ArchivierungBundesordner im RegalCloud, jederzeit abrufbar


Mit einer HLKS-Software wie Baunex lässt sich ein Wärmepumpen-Projekt von der ersten Offerte bis zur Übergabe digital begleiten. Alle Positionen — inklusive Subunternehmer-Positionen für Bohrung, Elektro und hydraulischen Abgleich sowie Abzüge für Förderbeiträge — sind in einem Dokument zusammengefasst.

Betriebe, die WP-Projekte vollständig digital dokumentieren, berichten durchgehend von einer Zeitersparnis von 4–6 Stunden pro Projekt bei der Nachbearbeitung: keine nachträgliche Scan-Arbeit, keine Suche nach verloren gegangenen Formularen, keine manuellen Korrekturen im Fördernachweis. Bei 15–20 WP-Projekten pro Jahr summiert sich das auf 60–120 Stunden eingesparter Verwaltungsarbeit.

Fazit

Wärmepumpen-Installationen sind eines der komplexesten und lukrativsten Geschäftsfelder für Sanitär- und HLKS-Betriebe in der Schweiz. Mit einer strukturierten Kalkulation, transparenten Förderabzügen und einem Wartungsvertrag nach Einbau maximieren Sie Marge und Kundenbindung.

Baunex unterstützt Sie bei der vollständigen Projektkalkulation: Offerten mit Subunternehmer-Positionen, Förderbeiträge als Abzug, digitale Projektverwaltung und automatische Rechnungsstellung. So behalten Sie bei jedem WP-Projekt die Kontrolle über Kosten und Marge — vom ersten Kundengespräch bis zur Schlussrechnung.

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Luft/Wasser, Sole/Wasser, Luft/Luft — Vollständiger Vergleich 2026

Nicht jede Liegenschaft ist für jeden WP-Typ geeignet. Diese Übersicht hilft Ihnen bei der Beratung und der Angebotsentscheidung.

TypWärmequelleSCOPInstallationskostenBetriebskosten/JahrBewilligungEmpfehlung
Luft/WasserAussenluft2.5–3.8CHF 15'000–25'000CHF 800–1'500 (Strom)Meist ja (Baubewilligung)Sanierung + Neubau
Sole/Wasser (Erdsonde)Erdwärme4.0–5.5CHF 25'000–40'000CHF 600–1'000Ja (Bohrungsgesuch)Neubau, hohe Effizienz
Wasser/WasserGrundwasser5.0–6.5CHF 20'000–35'000CHF 500–900Ja (Wasserrecht)Selten, sehr effizient
Luft/LuftAussenluft2.5–4.0CHF 5'000–12'000CHF 400–800Meist neinErgänzung, kein WW


COP vs. SCOP: COP ist der Momentwert; für die Planung ist SCOP (Seasonal Coefficient of Performance, Jahresdurchschnitt) entscheidend. Die in der Tabelle genannten SCOP-Werte gelten für typische Schweizer Klimabedingungen.

Schallschutz: Luft/Wasser-WP erzeugen 45–65 dB Betriebsgeräusch. Kantonale Grenzwerte (Richtwert: 45 dB Nacht in Wohnzone) und Mindestabstände zur Grundstücksgrenze (oft 2–5 m, kantonal geregelt) frühzeitig prüfen.

Hydraulische Integration: Eine Bestandsanlage mit Radiatoren benötigt Vorlauftemperaturen von 45–55 °C — nur effiziente Wärmepumpen arbeiten in diesem Bereich noch wirtschaftlich. Fussbodenheizung ist ideal: 35–40 °C Vorlauf ermöglicht höchste WP-Effizienz.

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Fördergelder 2026 — Was Bund und Kantone bezahlen

Bundesförderung (Gebäudeprogramm): Grundbeitrag CHF 2'300 + CHF 150 pro kW installierter Leistung für den Ersatz einer fossilen Heizung durch eine Wärmepumpe. Beispiel: 10 kW WP → CHF 2'300 + 10 × CHF 150 = CHF 3'800 Bundesanteil.

KantonLuft/Wasser FörderungErdwärme FörderungWichtige Bedingung
Zürich (ZH)CHF 2'500–5'000CHF 5'000–10'000Energieausweis vorhanden
Bern (BE)CHF 3'000–6'000CHF 6'000–12'000Antrag vor Montage stellen
Aargau (AG)CHF 2'000–4'000CHF 4'000–8'000Zertifiziertes Produkt
Basel-Stadt (BS)CHF 4'000–8'000CHF 8'000–15'000Höchste Förderquote CH
Genf (GE)CHF 5'000–10'000CHF 10'000–18'000Sehr grosszügig
St. Gallen (SG)CHF 2'000–3'500CHF 4'000–7'000Standardprogramm


Kritisch: Förderanträge müssen IMMER vor Baubeginn gestellt werden — nachträgliche Anträge werden regelmässig abgelehnt. Wer den Förderantrag als Serviceleistung anbietet (1–2 h Aufwand, CHF 150–300 verrechnen), positioniert sich als verlässlicher Berater und gibt dem Kunden Planungssicherheit.

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ROI-Kalkulation: Wann amortisiert sich eine Wärmepumpe?

Der Vergleich über 15 Jahre macht die wirtschaftliche Überlegenheit der Wärmepumpe sichtbar — eine Tabelle, die Sie dem Kunden direkt zeigen können.

PositionÖlheizung 15 JahreWärmepumpe 15 Jahre
InvestitionCHF 8'000–15'000CHF 15'000–25'000
Energiekosten/JahrCHF 3'500–5'000 (Heizöl)CHF 1'000–1'800 (Strom)
Energiekosten 15 JahreCHF 52'000–75'000CHF 15'000–27'000
Service/Wartung 15 JahreCHF 6'000–10'000CHF 4'500–7'500
Gesamtkosten 15 JahreCHF 66'000–100'000CHF 34'500–59'500


Break-Even: typisch 7–12 Jahre. Regulatorischer Druck kommt hinzu: Ab 2029 planen mehrere Kantone Einschränkungen für neue fossile Heizungen im Sanierungsbereich. Wer heute noch auf Öl baut, riskiert in wenigen Jahren eine erzwungene Umrüstung zu deutlich ungünstigeren Konditionen.

Für die Präsentation beim Kunden: Förderanteil von der Erstinvestition abziehen — damit wird die Wärmepumpe im Direktvergleich nochmals deutlich attraktiver.

Weiterführende Artikel: Sanitär Stundensatz Schweiz 2026Heizungswartung ChecklisteBoiler-Grössen-Rechner

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Häufige Fragen

Welche Wärmepumpe ist am besten für ein Schweizer Einfamilienhaus?

Für die meisten EFH-Sanierungen und Neubauten ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die erste Wahl: überall installierbar, keine Bohrung nötig, CHF 15'000–25'000 Gesamtkosten. Erdwärme (CHF 25'000–40'000) empfiehlt sich bei Neubau und hohem Effizienzanspruch — SCOP 4.0–5.5 vs. 2.5–3.8 bei Luft/Wasser.

Wie hoch ist die Wärmepumpen-Förderung in der Schweiz 2026?

Der Bund zahlt über das Gebäudeprogramm CHF 2'300 Grundbeitrag plus CHF 150/kW installierter Leistung. Kantone legen je nach Programm zusätzlich CHF 2'000–10'000 drauf. In Genf und Basel-Stadt sind die kantonalen Beiträge besonders hoch. Total sind 20–40 % Förderquote realistisch.

Wie lange dauert eine Wärmepumpen-Installation?

Eine Luft-Wasser-WP wird typisch in 2–4 Tagen installiert (Gerät, Hydraulik, Elektro). Erdwärme-Projekte dauern länger: Bohrung 1–3 Tage, Gesamtinstallation 1–2 Wochen. Bewilligungszeit für Erdsonden: 2–8 Wochen (kantonal unterschiedlich).

Wann lohnt sich eine Wärmepumpe wirtschaftlich?

Der Break-Even liegt bei 7–12 Jahren. Gegenüber einer Ölheizung über 15 Jahre spart eine Wärmepumpe CHF 30'000–40'000 an Energiekosten, Servicekosten inbegriffen. Ab 2029 planen mehrere Kantone Einschränkungen für neue fossile Heizungen — der regulatorische Druck kommt hinzu.

Brauche ich eine Bewilligung für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

In den meisten Kantonen ja — eine Bau- oder Kleinstbaubewilligung ist erforderlich. Der Aufwand variiert: Einige Kantone haben vereinfachte Verfahren. Schallschutz ist entscheidend: Die WP darf nachts in Wohnzonen typisch max. 45 dB am Nachbarsgebäude erzeugen.

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